Zensur im Namen des Jugendschutzes

Zensursula war gestern, heute versuchen wir das ganze nochmal zu toppen – unter dem Deckmantel des Jugendschutzes:

http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html

Lesenswert in dem Zusammenhang auch der Blogbeitrag der Geschäftsführerin von domainfactory.

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Kündigung vergessen?

Unsere Hosting-Verträge haben in der Regel eine Laufzeit von einem Jahr und verlängern sich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn nicht 4 Wochen vor Ablauf gekündigt wird. Das hat verschiedene Gründe, die das praktibel machen, u.a. weil Domains zu 99,9% Laufzeiten von einem Jahr haben.

Auf dem Soziserver kommt es nun des öfteren vor, dass Homepages nur für eine relativ kurze Zeit benötigt werden – meisten für die Dauer eines Wahlkampfes. Das ist zwar im Sinne einer Nachhaltigkeits-Strategie nicht besonders sinnvoll, aber nun gut, wenn es unbedingt gewünscht ist….

Normalerweise wird das so gemacht, dass dann mit der Bestellung gleich die Kündigung mitgeschickt wird, so dass es bei dem einem Jahr Vertragslaufzeit bleibt. Das ist auch in Ordnung und weiter kein Problem. Zu einem Problem wird es allerdings, wenn das vergessen wird und sich der Vertrag somit um ein weiteres Jahr verlängert – dann kann man als Provider die dollsten Sachen erleben – wie z.B. heute morgen:

Keine 20 Minuten nachdem hier eine Mail entsprechenden Inhaltes aufgeschlagen ist ruft eine Kundin an, wir mögen doch bitte den Rechnungsbetrag zurückerstatten, da der Vertrag ja auf ein Jahr begrenzt war. Die Nachfrage, ob denn eine Kündigung erfolgt ist bejahte sie. Nun ja, schon etwas merkwürdig, aber kann ja durchaus mal sein, dass hier ein Fehler passiert ist. Also habe ich mir mal die schriftlichen Unterlagen herausgezogen – und wie schon fast vermutet: keine Kündigung zu finden.

Als ich ihr dass dann vorhielt behauptete sie, dass der Brief gleich bei der Bestellung sein müsste. Nun ja die Bestellung kam per Fax und es ist auf der Signatur eindeutig zu erkennen, dass die Bestellung Seite 1 von 1 ist – und auf der Bestellung selber steht auch nichts drauf (im übrigen ist die automatische Vertragsverlängerung auch nicht in irgendwelchen AGB versteckt, sondern steht ebenfalls direkt auf der Bestellung drauf). Anschließend behauptete sie, dass sie ja gar kein Fax hätte – wie denn nun in der Faxsignatur ihr Name hinkommt konnte sie allerdings auch nicht erklären….

Nun verlegte Sie sich drauf, dass die Kündigung per E-Mail im Zusammenhang mit der Bestellung ausgesprochen wurde. Nun, unsere E-Mails werden im Ticket-System gespeichert, wir haben also ein vollständiges Archiv aller Support-Mails. Wie zu erwarten: nichts zu finden, nur mit der aktuellen Mail 3 völlig normale Support-Anfragen. Mal abgesehen davon, dass wir Kündigungen per E-Mail aus genau diesen Nachvollziehbarkeitsgründen nicht akzeptieren*, meine Antwort also maximal gelautet hätte das sie das schriftlich zusenden möge, war meine Laune auf ein Entgegenkommen, das sie verlangte nun gegen null gesunken….. Wenn sie wenigstens ehrlich gewesen wäre und gleich gesagt hätte, das sie die Kündigung vergessen hatte hätte man sich sicherlich irgendwo in der Mitte treffen können, so sehe ich da aber keine Veranlassung zu!

*Bevor sich jemand darüber aufregt: auch Bestellungen sind bei uns nur schriftlich möglich, ausschließliche Online-Bestellung machen wir nicht


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Silvester 2009

Zwar schon ein wenig her, aber die Zeit zum Bloggen hat bislang irgendwie gefehlt…

Silvester 2009 habe ich mit meiner Freundin auf dem Kirchturm von St. Petri verbracht. Ein zwar eiskaltes, aber sehr geniales Vergnügen -- so habe ich noch nie ein Feuerwerk erlebt. Dank Anja existieren da auch zwei Videos von:

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Qype: Gaststätte Seewolf in Lübeck

LuebeckEssen & TrinkenRestaurantsFisch & Meeresfruechte

Ich war heute im Rahmen des Twittagessens im Seewolf. Ein Twittagessen ist ein zwangloses Treffen von Twitterern z.B. zum Mittagessen (kann aber auch Abendessen sein) – verabredet wird sich natürlich über Twitter.

Da der Besitzer vom Seewohl twittert (http://www.twitter.com/seewolftwit) lag die Wahl der Örtlichkeit natürlich relativ nahe bzw. hat alleine deswegen schon neugierig gemacht ;)

Aber zum wesentlichen: ich gebe zu, ein klein wenig skeptisch war ich, einfach weil ich kein großer Fischesser bin – aber dank der Tweets vom Seewolf wusste ich ja vorher, dass es durchaus auch was anderes gibt.

So hab ich mich für Bauernfrühstück entschieden und ich muss sagen – ja, Muttern könnte es nicht besser. Superlecker, schmeckbar Frisch, besser geht es nicht!

Wenn ich etwas zu kritisieren hätte wäre es die Größe der Portion – es war schon mächtig viel, Hunger mitzubringen empfiehlt sich. Ich denke eine bisschen kleinere Portion evtl. verbunden mit einem etwas niedrigerem Preis täte der sehr guten Wertung keinerlei Abbruch. Das ist aber natürlich eher eine Art Luxus-Kritik, deswegen gibts keinen Punkt-Abzug ;)

Zum Nachtisch gab es dann noch Ananas-Eis – ebenfalls vom besten!

Ansonsten: netter Inhaber, adäquates, nicht zu übertriebenes maritimes Ambiente, gute Küche = fühlt man sich wohl. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen und ich denke mich dann auch an den Fisch ranwagen – lecker ausgesehen hat der auf jeden Fall auch :-)

Mein Beitrag zu Gaststätte Seewolf – Ich bin mhagge – auf Qype

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Die Staatsanwaltschaft und die IP-Adressen…

Nach der Polizei diesmal also eine Etage weiter… Anderer Fall, ähnliche Anfrage.

Über das Kontaktformular des WebSoziCMSes wurden beleidigende Mails an jemanden verschickt. Der Empfänger hat Anzeige erstattet (da ich den Inhalt der Mails durch die Anfrage kenne verständlicherweise). Die bearbeitende Staatsanwaltschaft schickt mir nun ein Fax, ob hier sachdienliche Informationen vorliegen, wie z.B. die IP-Adresse (falls das der Fall ist wird im freiwillige Übermittlung gebeten….Ahja, man hat zumindestens schon mal davon gehört, das das eigentlich nicht ganz so einfach ist).

In diesem Fall muss ich mir da aber auch weiter keine Gedanken drüber machen. Die Mails, um die es geht stammen aus dem Zeitraum Juli 2008 bis November 2008, sind also zum größten Teil über ein Jahr alt. Selbst wenn man an die Vorratsdatenspeicherung denkt (die in diesem Fall eigentlich nicht zur Anwendung kommen dürfte) sind die entsprechenden Logfiles längst nicht mehr existent (Vorratsdatenspeicherung = 6 Monate Aufbewahrung)

Dieses wollte ich dann kurz telefonisch mitteilen, aber nein, die entsprechende Staatsanwaltschaft hätte das gerne kurz schriftlich. Gut, kriegen wir auch hin. Ich überlege aber, ob ich eine Rechnung mitschicke – 30 Minuten Arbeit für eine von vornherein vollkommen überflüssige Anfrage…

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Ausnahmsweise pünktlich?

Ausnahmsweise pünktlich?

Was will mir UPS mit diesem Zustellstatus sagen? Das das Paket ausnahmsweise pünktlich ankommen soll? (was allerdings übrigens tatsächlich superschnell wäre, die zugrundeliegende Bestellung ist von heute morgen)

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Die Polizei und IP-Adressen

Gelegentlich kommt es mal vor, dass wir Logfiles sichern müssen um polizeiliche Ermittlungen zu stützen.

Im konkreten Fall geht es um eine rechtsradikale Äußerung und Beleidigung in einem Gästebuch. Die entsprechende Zeile aus dem Logfile hatte ich der Kundin bereits rausgesucht und ihr zukommen lassen, damit Sie sie gleich in die Anzeige mit aufnehmen kann. So ist es nach Ihrer Rückmeldung auch geschehen.

Der Täter sollte in diesem Fall auch leicht zu ermitteln sein, es wurde augenscheinlich ein ganz normaler DSL-Anschluß ohne irgendwelche Verschleierungen benutzt. Nur schnell muss es in solchen Fällen gehen, die Zugangsprovider speichern die Zuordnung Nutzer-DSL-Anschluß<>IP-Adresse halt nicht allzulange (jedenfalls nicht für normale Ermittlungen).

Heute Morgen bekam ich nun eine Mail von der Polizei (immerhin eine Mail könnte man fast sagen): Ich möge doch die uns vorliegenden relevanten Daten übermitteln (IP-Adresse, exakte Uhrzeit etc.). Das ganze möglichst schnell wegen der kurzen Speicherfristen bei den Netzbetreibern.

Tja, habe ich also die gleichen Daten nochmal übermittelt, die der Polizei seit gestern Mittag bereits vorliegen sollten. Es soll ja schnell gehen….

Achja, nur zur Klarstellung: ich übermittele in einem solchen Fall keine kompletten Logfiles, weil die Daten dadrin in der Regel zu 99,9% irrelevant sind. Lediglich die betreffenden Einträge werden – wie hier – auf Wunsch der Kundin übermittelt. für mehr bräuchte es schon entsprechende richterliche Beschlüsse.


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Neue Domainrichtlinien bei der Denic ab 23.10.2009

Domaingrabber rüsten derzeit Ihre Systeme auf, bei Juristen derzeit herrscht Urlaubssperre… Die Denic verändert ihre Domainrichtlinien zum 23.10.2009

Was verändert sich?

  • ein- und zweistellige Domains können registriert werden
  • reine Zifferndomains können registriert werden
  • Domains, die einem KFZ-Kennzeichen entsprechenden können registriert werden

Mal abgesehen davon, dass die Begründung für die bisherigen Restriktionen in meinen Augen nicht unbedingt stichhaltig war ist die Hau-Ruck-Einführung der neuen Richtlinien auch nicht gerade optimal – die meisten Providersysteme dürften für solche Domains nicht vorbereitet sein, müssen also nun binnen kürzester Zeit entsprechend umgerüstet werden.

Dabei ist die Anzahl der möglichen neuen Domains doch im Verhältnis relativ gering – die Chance so eine Domain zu ergattern dabei durch das gewählte Verfahren noch geringer. Ich gehe davon aus, das alle interessanten Domains binnen weniger Minuten weg sein werden….

Danach beginnen dann die Juristen: Markeninhaber, die ihre Domains haben wollen (da auch im realen Leben kurze Kürzel gerne gesehen sind gehe ich davon aus, das es da recht viele Anwärter geben wird), Städte oder Gemeinden, die ihr KFZ-Kennzeichen oder ihre Vorwahl sichern möchten etc…

Selbst wenn man es also geschafft hat sollte man sich nicht zu sicher sein, die entsprechende Domain behalten zu können. Auf der anderen Seite werden es sicherlich auch viele Domaingrabber in der Hoffnung auf den schnellen Euro versuchen – manch einer könnte ja zahlen, dauert der juristische Weg in der Regel doch relativ lange.

Kurzum: ein gewaltiger Aufwand für sehr wenig Ertrag


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Mailinglisten

Ein immer mal wieder nachgefragtes Feature – insbesondere im Bereich des Soziservers – sind Mailinglisten. Ein Wunsch, der bislang nicht erfüllt werden konnte.

Wer denkt, mit der Installierung z.B. eines Mailman und ein wenig Konfiguration ist es getan, der irrt – da steckt weit mehr hinter, jedenfalls wenn es um den stabilen Betrieb für eine Vielzahl von Kunden mit einer potentiellen Vielzahl von Mailinglisten geht.

Eine vernünftige E-Mail-Struktur ist mit das kostenintensivste am Webhosting. Diese wird aber durch die Nutzung von Mail-Listen weit mehr belastet als im normalen Betrieb – Bounce-Management, Spam-Filter und was da noch so alles dazugehört. Mailinglisten sind also für den Anbieter nicht ganz billig.

Deswegen habe ich bislang auch keine Mailinglisten angeboten – der Preis wäre kalkulatorisch viel zu hoch gewesen, als das man daraus ein tragbares Angebot hätte basteln können.

Durch das etwas hartnäckigere Nachfragen eines Mitgliedes im Websozi-Forum habe ich mich heute nochmals drangesetzt und das ganze erneut spitz durchgerechnet – und ich denke ich habe eine Lösung gefunden. Bedingt auch durch eine Senkung der Traffic-Preise (die mir bislang zugegeben entgangen war bzw. wo ich nicht realisiert habe, was das für ein mögliches Angebot “Mailinglisten” bedeutet) bin ich zu einem Preis gelangt, den man denke ich vertreten kann (man schaue sich mal bei Nicht-Billig-Hostern um und sehe, wenn sie Mailinglisten überhaupt anbieten, dort mal auf die Preise)

In Zukunft wird es also auf dem Soziserver (wie in der Folge natürlich auch bei unaone) die Möglichkeit geben, Mailinglisten zu benutzen. Der Preis wird 3,50€ im Monat betragen bei 1000 MB Inklusivtraffic. Sollte der Traffic überschritten werden wird er mit 0,40€ je angefangener 100 MB berechnet.

Die Nutzung ist ab sofort möglich, offiziell wird es wohl Anfang bis Mitte nächster Woche auf soziserver.de wie auch auf unaone.net auftauchen.

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Ohne Angaben von Gründen

Wie jedes Unternehmen, welches seine Rechnungen primär per Lastschrift einzieht kommt es natürlich auch hier gelegentlich mal vor, dass eine solche zurückbelastet wird.

Nun dürfen die Banken ja ausserhalb von technischen Gründen wie “Widerspruch” oder “Konto erloschen” keine Begründung für die Rücklastschrift angeben, ein “Konto nicht gedeckt” gibt es also nicht.

Fast nicht – das nennt sich nur “Ohne Angaben von Gründen”… ;)

(oder fällt jemand ausserhalb der technischen Begründungen ein Grund für eine Rückbelastung ein?)


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