Unsere Hosting-Verträge haben in der Regel eine Laufzeit von einem Jahr und verlängern sich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn nicht 4 Wochen vor Ablauf gekündigt wird. Das hat verschiedene Gründe, die das praktibel machen, u.a. weil Domains zu 99,9% Laufzeiten von einem Jahr haben.
Auf dem Soziserver kommt es nun des öfteren vor, dass Homepages nur für eine relativ kurze Zeit benötigt werden – meisten für die Dauer eines Wahlkampfes. Das ist zwar im Sinne einer Nachhaltigkeits-Strategie nicht besonders sinnvoll, aber nun gut, wenn es unbedingt gewünscht ist….
Normalerweise wird das so gemacht, dass dann mit der Bestellung gleich die Kündigung mitgeschickt wird, so dass es bei dem einem Jahr Vertragslaufzeit bleibt. Das ist auch in Ordnung und weiter kein Problem. Zu einem Problem wird es allerdings, wenn das vergessen wird und sich der Vertrag somit um ein weiteres Jahr verlängert – dann kann man als Provider die dollsten Sachen erleben – wie z.B. heute morgen:
Keine 20 Minuten nachdem hier eine Mail entsprechenden Inhaltes aufgeschlagen ist ruft eine Kundin an, wir mögen doch bitte den Rechnungsbetrag zurückerstatten, da der Vertrag ja auf ein Jahr begrenzt war. Die Nachfrage, ob denn eine Kündigung erfolgt ist bejahte sie. Nun ja, schon etwas merkwürdig, aber kann ja durchaus mal sein, dass hier ein Fehler passiert ist. Also habe ich mir mal die schriftlichen Unterlagen herausgezogen – und wie schon fast vermutet: keine Kündigung zu finden.
Als ich ihr dass dann vorhielt behauptete sie, dass der Brief gleich bei der Bestellung sein müsste. Nun ja die Bestellung kam per Fax und es ist auf der Signatur eindeutig zu erkennen, dass die Bestellung Seite 1 von 1 ist – und auf der Bestellung selber steht auch nichts drauf (im übrigen ist die automatische Vertragsverlängerung auch nicht in irgendwelchen AGB versteckt, sondern steht ebenfalls direkt auf der Bestellung drauf). Anschließend behauptete sie, dass sie ja gar kein Fax hätte – wie denn nun in der Faxsignatur ihr Name hinkommt konnte sie allerdings auch nicht erklären….
Nun verlegte Sie sich drauf, dass die Kündigung per E-Mail im Zusammenhang mit der Bestellung ausgesprochen wurde. Nun, unsere E-Mails werden im Ticket-System gespeichert, wir haben also ein vollständiges Archiv aller Support-Mails. Wie zu erwarten: nichts zu finden, nur mit der aktuellen Mail 3 völlig normale Support-Anfragen. Mal abgesehen davon, dass wir Kündigungen per E-Mail aus genau diesen Nachvollziehbarkeitsgründen nicht akzeptieren*, meine Antwort also maximal gelautet hätte das sie das schriftlich zusenden möge, war meine Laune auf ein Entgegenkommen, das sie verlangte nun gegen null gesunken….. Wenn sie wenigstens ehrlich gewesen wäre und gleich gesagt hätte, das sie die Kündigung vergessen hatte hätte man sich sicherlich irgendwo in der Mitte treffen können, so sehe ich da aber keine Veranlassung zu!
*Bevor sich jemand darüber aufregt: auch Bestellungen sind bei uns nur schriftlich möglich, ausschließliche Online-Bestellung machen wir nicht

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